Shitstorm für VW nach rassistischem Werbeclip

Mit einem rassistischen Werbeclip für den neuen Golf hat sich VW viel Ärger eingehandelt. Der Konzern kündigt Konsequenzen an.
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Was ist passiert?
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Volkswagen hat auf Instagram und Facebook mehrere Werbevideos für den neuen Golf veröffentlicht. Seit Dienstag tobt in den sozialen Netzwerken ein Shitstorm gegen VW, weil eines der Videos voller Rassismus ist.
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Was sieht man in dem Video?
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In dem Clip schubst eine hellhäutige Hand einen dunkelhäutigen Mann durchs Bild. Dazu sind Musik und Geräusche zu hören, die an eine Clown-Show im Zirkus erinnert. Dann baut sich der Schriftzug „Der neue Golf“ auf. Als erstes sind die Buchstaben N, E, G, E und R zu sehen. Zum Schluss macht die weiße Hand eine Geste, die in der rechten Szene als „White Power“ gedeutet wird.
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Wie reagierte VW auf die Kritik?
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Erstmal mit Unverständnis. „Wir sind überrascht und schockiert, dass unsere Instagram Story derart missverstanden werden kann“, postete @volkswagen_de in einem Kommentar. Die gezeigten Inhalte stellten einen kreativen Umgang mit dem Format Instagram Storys dar. Allerdings habe man sich entschieden, die Story ab sofort nicht weiter auszuspielen.
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Und das ist alles?
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Nein. Am Mittwoch hat die Pressestelle von Volkswagen den Fall übernommen und ein weiteres Statement veröffentlicht: „Ganz ohne Frage: Das Video ist falsch und geschmacklos. Wir distanzieren und davon und entschuldigen uns dafür. Wir werden aufklären, wie das passieren konnte - und Konsequenzen daraus ziehen.“ Details nannte die Pressestelle nicht.
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Wer ist für das Video verantwortlich?
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Laut Volkswagen wird das noch geklärt. Für den Inhalt einer Werbekampagne ist üblicherweise eine Kreativagentur verantwortlich. Die
Kampagne für den Golf soll im so genannten „VW Powerhouse“ entstanden sein, dem
16 Agenturen angehören - mit der @dbb_germany-Agentur Voltage in der Führungsrolle. Von Volkswagen und DBB Germany erhielten wir dazu bis zum späten Nachmittag keine Stellungnahme.

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